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2015

Stromanbieter wechseln? Nicht nötig!

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit laufen die Stromzähler wieder auf Hochtouren: Ofen, Herd, Lichterketten, all dies im Dauereinsatz um das Weihnachtsfest zum Highlight des Jahres zu machen. Doch spätestens bei der nächsten Stromabrechnung kommt bei vielen Haushalten das böse Erwachen: Die Nachzahlung ist so hoch wie nie! Jetzt heißt es handeln und es gilt herauszufinden, wer für die hohe Stromrechnung verantwortlich ist. Grundsätzlich gilt: Mit dem individuellen Verhalten kann man schon eine Menge Energie sparen! Was nicht gebraucht wird, sollte ausgeschaltet werden! Ein Fernseher, der läuft, nur um als Klangkulisse zu dienen, leuchtende Lampen in Räumen, die gerade nicht benutzt werden, Stand-by Funktionen, die nicht ausgeschaltet werden können oder die Benutzung der Spülmaschine für drei Töpfe: Dies sind Verhaltensweisen, welche den Stromverbrauch unnötig in die Höhe treiben. Doch welche Geräte verbrauchen wieviel Strom? Sehen wir uns die Kandidaten mal im Einzelnen an.

Waschmaschine

Hier wird die meiste Energie zum Aufheizen des Wassers verbraucht. Um optimal Energie zu sparen, sollte möglichst bei 30 °C ? 40 °C gewaschen werden. Damit spart man über 50% Energiekosten. Sollten sie die Möglichkeit haben ihre Maschine an einen Warmwasseranschluss anzuschließen ? tun sie das! Hier ist noch einmal ein hohes Energieeinsparpotenzial vorhanden, da das Wasser nicht von Null aus aufgeheizt werden muss. Moderne Waschmittel haben mittlerweile genug effektive Waschkraft, um auch bei niedrigen Temperaturen optimal zu reinigen. Sollte ihre Maschine ein Energiewaschprogramm haben, nutzen sie dies vorrangig! Der Schleudervorgang sollte 1000 Umdrehungen nicht überschreiten, außer die Wäsche soll anschließend in der Wäschetrockner. Und was die wenigsten wissen: viele Waschmaschinen verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom! Deshalb nach dem Waschvorgang immer den Stecker ziehen!

Wäschetrockner

Die beste Energieersparnis hier: den Trockner erst gar nicht zu verwenden. Auch wenn dies komisch klingt, aber Wäsche wird selbst im Winter bei Minustemperaturen trocken und vereist nicht. Um den Trockner jedoch optimal zu nutzen, ist der Grad an Restfeuchte der Wäsche ein wesentlicher Faktor. Hier empfiehlt es sich die Wäsche in der Waschmaschine bei 1200 - 1400 Umdrehungen pro Minute zu schleudern, um möglichst viel Feuchtigkeit aus dem Stoff zu bekommen. 1000 Umdrehungen bedeuten nämlich 65% Restfeuchte, 500 Umdrehungen sogar 100%! Auch sollte ein Trockner immer voll beladen sein. Ideal sind sogenannte Ablufttrockner, diese benötigen im Gegensatz zu Kondensationstrocknern rund 10% weniger Energie.

Herd

Grundsätzlich spart man hier mit einem Induktionskochfeld am meisten Strom, da das Kochgeschirr mittels Induktion direkt erhitzt wird, und die Energie nicht erst von der Herdplatte auf das Geschirr übertragen werden muss. Allerdings ist hier spezielles Kochgeschirr zu benutzen. Töpfe sollten immer genau den Durchmesser der Kochplatte haben, um optimal zu heizen. Heizen sie nicht bis zum Schluss, sondern nutzen sie die Restwärme der Herdplatten. Je nach Gericht kann hier bis zu zehn Minuten vorher die Energiezufuhr deutlich gedrosselt oder sogar abgeschaltet werden. Die beste Energieeffizienz haben hier Schnellkochtöpfe. Auch sollten sie darauf achten immer passgenaue Deckel zu benutzen. Bei gekippten Deckeln erhöht sich der Energieverbrauch um das Doppelte, ohne Deckel sogar um das Dreifache! Wasser kocht man am besten in einem Wasserkocher. Dies spart Zeit und viel Energie. Auch sollte hier genau auf die zu verwendende Wassermenge geachtet werden, um unnötige Kochvorgänge zu vermeiden. Tipp für Pastafans: Nudeln können problemlos mit dem Wasser erhitzt werden. Wenn das Wasser dann kocht, verkürzt sich die Kochdauer um ca. 50%!

Ofen

Hier sollte man immer die Umluftfunktion nutzen, diese spart 40% an Stromkosten. Auf das Vorheizen sollte gänzlich verzichtet werden. Auch sollte die Tür immer verschlossen bleiben, jede Öffnung verursacht einen Hitzeverlust von 20%. Und wie beim Herd kann hier mit der Restwärme gearbeitet werden. Schalten sie den Ofen also vorzeitig aus (ca. zehn Minuten vorher), sparen sie ordentlich Strom!

Beleuchtung

Hier gilt die Regel: Licht nur anlassen wenn benötigt! Ein Raum, in welchem sich niemand befindet, muss auch nicht beleuchtet werden. Der Einsatz von LED-Lampen die effizienteste Art, um deutlich Strom zu sparen! Diese senken den Energieverbrauch teils um 80% und haben keine gesundheitsschädlichen Nachteile wie Energiesparlampen. LED-Lampen wandeln den Strom direkt in Licht um, werden nicht heiß und sind mittlerweile zu günstigen Preisen zu bekommen. Achten sie darauf welcher Raum wie genutzt wird, und kaufen sie Lampen mit entsprechender Helligkeit. Die Leuchtkraft der LED-Lampen wird in Lumen angegeben. Zum Vergleich dient eine herkömmliche 60W-Glühbirne, diese leuchtet mit 600 Lumen. In der Regel reicht für einen 20m² Raum eine LED-Lampe mit 480 Lumen, dies ist aber vom persönlichen Geschmack abhängig.

Kühlschrank

Die optimale Temperatur innerhalb eines Kühlschrankes beträgt 7 °C. Stellen sie diesen möglichst nicht neben eine Heizung, einen Herd oder in der Nähe von Heizungsrohren auf. Die Türe sollte immer nur so lange wie nötig geöffnet sein, da jegliche einströmende warme Luft vom Kühlschrank wieder ausgeglichen werden muss. Hier hilft eine stetige Ordnung im Kühlschrank zu haben, um die gewünschten Produkte schnell entnehmen zu können. Stellen sie auch keine warmen Gerichte hinein, sondern kühlen sie Speisen auf Zimmertemperatur ab, bevor sie in den Kühlschrank wandern. Ein separates Thermometer hilft dabei, die optimale Temperatur zu halten. Regelmäßiges Abtauen (ab einer Eisschicht von einem Zentimeter) senkt ebenfalls die Energiekosten.

Spülmaschine

Hier immer mit dem jeweiligen Umwelt- oder Sparspülprogramm (meist bei 50 °C Arbeitstemperatur) spülen und die Spülmaschine möglichst immer voll beladen in Betrieb nehmen. Dies steigert die Effizienz des Gerätes und man erhält, bezogen auf ein 60 °C Spülprogramm, eine Energieersparnis um rund ein Viertel. Und das Geschirr vorher abzuspülen kann man sich ebenso sparen, da moderne Maschinen dies problemlos bewerkstelligen. Lediglich stark verschmutztes und eingetrocknetes Geschirr sollte man vorher im Spülbecken einweichen.

Fernseher und Unterhaltungselektronik

Stand-by. Der Inbegriff der Stromverschwendung. Im Schnitt kann ein Haushalt durch die Abschaltung der Stand-by-Funktionen bis zu 115 Euro pro Jahr sparen! Doch leider lassen sich viele Geräte der neueren Generation gar nicht mehr komplett ausschalten. Hier hilft ein einfacher Trick: Verwenden sie eine Mehrfachsteckleiste mit Einschaltfunktion, im Idealfall sogar mit Überspannungsschutz. Hängen sie einfach alle Geräte an diese Leiste und deaktivieren sie per Schalter alle Geräte auf einmal. Dies senkt die Energiekosten enorm.

WLAN

WLAN ist in der Regel immer aktiv. Überprüfen sie ihr Verhalten. Wann benötigen sie ihr WLAN? Jeder moderne Router, und in den allermeisten Fällen ist dies eine Fritzbox von AVM, kann zeitgesteuert werden. Schalten sie die WLAN-Funktion z.B. nachts einfach aus, das spart Strom und senkt die Strahlungsbelastung. Benötigen sie überhaupt WLAN? Wenn nicht besorgen sie sich ein Power-LAN Set. Dies benötigt deutlich weniger Strom und gibt auch keine Strahlung ab.

Und wie finden sie heraus welches ihrer Geräte nun wieviel Strom verbraucht?

In jedem Elektronikmarkt bekommen sie für wenige Euro Strommessgeräte, mit welchen sie den Verbrauch ihrer Haushaltsgeräte messen können. Schießt eines der Geräte deutlich über das Ziel hinaus bleibt allerdings nur noch der Neukauf als letzte Möglichkeit Strom zu sparen übrig. Hier kaufen sie am besten Geräte mit der Energieeffizienzklasse A++ oder A+++. Und in Kombination mit unseren Stromspartipps können für das nächste Weihnachtsfest ruhig ein paar Plätzchen mehr gebacken werden.

Eingestellt am Datum: 15.12.2015 || Von: Genobau Zielkauf || Kategorie: Geno-Community || Artikel Abrufe:


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