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APRIL

2016

GenoBau informiert: Smart Meter werden ab 2017 Pflicht

Zum Jahresanfang 2017 soll ein neues Gesetz die Stromkunden zum Einbau intelligenter Stromzähler verpflichten. Ein zentraler Punkt des Reformplans ist es, schrittweise alle Stromverbraucher mit intelligenten Stromzählern auszustatten. Die sogenannten Smart Meter sollen einen detaillierten Einblick in das Verbrauchsverhalten der Kunden geben und dadurch Einsparpotenziale sichtbar machen. Geplant ist auch, dass die Geräte dafür Nutzungsdaten aus der Wohnung nach außen übertragen. Die Grundlage für dieses Gesetz stellt eine EU-Richtlinie (2009/72 EG) dar, wonach bis 2020 insgesamt 80 Prozent aller Haushalte mit Smart Meter ausgestattet sein sollen. Der Einbau dieser intelligenten Systeme ist für Neubauten und nach umfangreichen Renovierungen schon seit 2010 Vorschrift.

Was sind Smart Meter?

Smart Meter messen nicht einfach nur den Stromverbrauch, sondern können den Verbrauch auch bestimmten Geräten exakt zuordnen. Die digitalen Zähler liefern somit auch eine zeitgenaue Messung des Strombedarfs, woraufhin Energieunternehmen im Minuten-Takt den Stromverbrauch ihrer Kunden ermitteln können. Für sich alleine genommen machen Smart Meter aber noch kein intelligentes Messsystem aus. Erst in Kombination mit einem Kommunikationsmodul, dem sogenannten Smart Meter Gateway, sowie Rechenzentren und Steuerungszentralen der Energielieferanten, wird dann ein intelligentes Stromnetz daraus: das Smart Grid.

Pflicht ab 2017

Die Einbaupflicht für Smart Meter soll 2017 in Kraft treten. Zuerst werden jedoch nur Großkunden mit einem Verbrauch von jährlich über 10.000 Kilowattstunden verpflichtet umzustellen. Für private Haushalte gilt dies erst ab 2020, wenn diese mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen. Bei Haushalten mit einem Energieverbrauch unter 6000 Kilowatt entscheidet der Stromanbieter ob Smart Meter installiert werden.

Wer trägt die Kosten?

Verbraucher sollen nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nicht mit übermäßigen Kosten belastet werden, daher darf der Einbau nicht mehr als 40 Euro kosten. Für die Installation ist der Messstellenbetreiber verantwortlich - in den meisten Fällen also der örtliche Versorger. Zahlen werden Wohnungsbesitzer und auch Mieter, da die Vermieter die Kosten im Rahmen der energetischen Sanierung auf die Miete aufschlagen dürfen.

Welchen Nutzen hat das Smart Grid?

Erst ein intelligentes Stromnetz macht für die Netzbetreiber die Energiewende möglich. Kapazitäten können von Spitzenlastzeiten in lastschwächere Zeiten verschoben und damit die Energie besser genutzt werden. Der wachsende Anteil von Solar- und Windenergie stellt bisher ein Problem dar, weil das Stromaufkommen vom Wetter abhängig ist. Das intelligente Stromnetz soll in der Lage sein, auf solche Verschiebungen automatisch zu reagieren, indem es die Leistung konventioneller Kraftwerke drosselt und somit Überbelastungen ausbalanciert. Versorger werden ihre Tarife mit der Einführung der Smart Meter wahrscheinlich umstellen, denn künftig könnten die Strompreise über den Tag hinweg schwanken: Steht gerade viel Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung, sinkt der Strompreis.

Risikofaktor Datenschutz

Smart Meter sind in der Lage, einzelne Haushaltsgerätegruppen zu erkennen und deren Verbrauch aufzuzeichnen. Auf diese Weise wäre es leicht den Tagesablauf eines Kunden zu rekonstruieren. Würden die Daten für Marketingzwecke genutzt, so wird der Endverbraucher zum gläsernen Kunden. Deshalb will der Gesetzgeber sicherstellen, dass die Zähler nur Daten erfassen und verschlüsselt senden dürfen, welche ausschließlich für die Stromabrechnung notwendig sind. Auch potenzielle Hackerangriffe sollen somit ausgeschlossen werden.

Eingestellt am Datum: 20.04.2016 || Von: Genobau Zielkauf || Kategorie: Geno-Presse-News || Artikel Abrufe:


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