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11

AUG

2016

Experten warnen vor möglicher Immobilienblase

Der deutsche Immobilienmarkt boomt - dabei wird aber laut Commerzbank das Risiko einer gefährlichen Immobilienblase größer, denn in den Ballungsräumen steigen die Preise und Mieten immer weiter. Dass Menschen aus ihren Häusern vertrieben werden wie in Spanien oder Rohbauten wegen Geldmangels wieder abgerissen werden wie in Irland möchte hier niemand erleben. Besonders in Berlin, Hamburg und München ist Wohnraum seit längerer Zeit schon Mangelware. Experten mahnen an, dass die Preise schneller als die Einkommen steigen. Nach wie vor ist München der Spitzenreiter in Sachen Preissteigerung - rund 16,90 Euro pro Quadratmeter sind dort inzwischen nach Berechnungen des Immobilienunternehmens JLL durchschnittlich für eine neu angemietete Wohnung zu zahlen - Tendenz steigend!

Preisanstieg wie zuletzt im Jahr 2004

In den Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, Stuttgart und München machte sich der Trend besonders negativ bemerkbar - hier lag der Preisanstieg zusammen in der ersten Jahreshälfte 2016 gegenüber dem Vorjahr bei sechs Prozent. Das ist der höchste Stand seit 2004! Diese extremen Mieterhöhungen sind unter anderem auf steigende Immobilienpreise zurückzuführen. Das Niveau der deutschen Immobilienpreise liegt nach Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich bei mehr als zehn Prozent über dem langfristigen Durchschnitt - dies ist ein Warnsignal vor möglichen Finanzkrisen. Laut Ralph Solveen von der Commerzbank nimmt der Immobilienboom immer mehr Züge einer Blase an. Das Problem hierbei ist, dass sich die Immobilienpreise von anderen wichtigen Faktoren abkoppeln, denn seit 2010 steigen diese schneller als die Mieten, das allgemeine Preisniveau und die Einkommen der privaten Haushalte.

Mitschuld der Europäischen Zentralbank

Die Schuld für das Risiko einer drohenden Immobilienblase geben Finanzexperten der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), an welcher sich in absehbarer Zeit kaum etwas ändern wird. Die Geldpolitik der EZB hat die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, welche als Indikator für die Baugeldzinsen in Deutschland gilt, ins Minus getrieben. Diese befindet sich momentan auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten. Zudem könnte sich die Lage durch den Brexit noch weiter anspannen. Denn wenn größere britische Unternehmen ihre Firmensitze nach Deutschland verlagern würden, wäre das zwar gut für die deutsche Wirtschaft, die Immobilienpreise könnten aber dadurch weiter kräftig steigen. Die Situation ist je nach Region sehr unterschiedlich. Während der Bauboom in den Großstädten nach wie vor anhält, und die Nachfrage höher als die derzeitigen Kapazitäten ist, haben vielerorts ländliche Kommunen häufig mit einem hohen Leerstand zu kämpfen und einige Hausbesitzer finden kaum noch Käufer. Doch auch in 140 Landkreisen in Deutschland gibt es mittlerweile eine mäßige bis hohe Gefahr einer Immobilienblase.

Exzessive Kreditvergabe eingedämmt

Dadurch dass die EZB versucht mit Null- und Minuszinsen sowie milliardenschweren Anleihekäufen die Kreditvergabe anzukurbeln, sind die Hypothekenzinsen auf ihre tiefsten Werte gesunken. Daher gibt es inzwischen kaum noch Luft nach unten. Wenn aber die Immobilienpreise weiter anziehen, und die Zinsen nicht weiter fallen, dann entsteht die Gefahr einer deutlichen Korrektur. Zwar wird in Deutschland keine hemmungslose Vergabe von Baukrediten praktiziert, wie sie in den USA oder Spanien vor der Finanzkrise stattfand, denn die seit 21. März gültige Wohnimmobilienkreditrichtlinie hat die Nachfrage nach Baufinanzierungen gedämpft. Aber es gibt immer noch Banken, welche Finanzierungen von 110 Prozent des Kaufpreises anbieten.

Eingestellt am Datum: 11.08.2016 || Von: Genobau Zielkauf || Kategorie: Geno-Presse-News || Artikel Abrufe:


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