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07

JULI

2016

EU-Richtlinie: Deutsche fürchten um Immobilien-Kredite

In den Zeiten der aktuellen Niedrigzinsphase, welche einen Bauboom auslöste, könnte der Traum von den eigenen vier Wänden für viele Deutsche dank einer neuen EU-Richtlinie platzen. Denn da wegen dieser Richtlinie das geliehene Geld stärker abgesichert werden muss als bisher, werden in Zukunft immer weniger potenzielle Kreditnehmer infrage kommen, da diese die strengeren Regularien bei der Vergabe von Immobilienkrediten nicht mehr erfüllen können. Diese Wohnimmobilienkredit-Richtlinie ist schon seit 21. März gültig und soll eine Immobilienblase, wie sie 2008 in den USA entstanden ist, weitestgehend verhindern, und einen völlig überbewerteten spekulativen Immobilienmarkt vorhindern.

Nicht nur der Immobilienwert wird entscheiden

Kreditnehmer werden ab jetzt noch stärker in die Pflicht genommen, die Bedingungen des Kreditvertrags zu erfüllen, da es den Banken zukünftig untersagt ist, auf den im Vergleich zum Kredit höheren Wert einer Immobilie zu setzen, um damit das Verlustrisiko bei einem eventuellen Zahlungsverzug zu senken. Ebenfalls entscheidend ist die Liquidität des Kreditnehmers, die Aussagen darüber treffe, wie und ob eine Rückzahlung des Kredits gewährleistet werden kann. Dies bedeutet für Kreditnehmer, dass die Banken bei der Kreditvergabe nun mehr Sicherheiten verlangen werden. Da der potenzielle Verkaufswert einer Immobilie dem neuen Gesetz nach nicht mehr maßgeblich in die Berechnung eines Kredites einfließen darf, muss der Kreditnehmer entweder viel Eigenkapital besitzen oder seine Bonität mit einem dementsprechenden Gehalt nachweisen. Und das kann dann dazu führen, dass eine gewünschte Kreditvergabe nicht erfolgen wird.

Durchschnittsverdiener und Rentner sind am härtesten betroffen

Mittlere Einkommensschichten und Rentner werden unter dieser Neuregelung am häufigsten betroffen sein, da sie mit ihrem normalen monatlichen Verdienst den Anforderungen an ihre Rückzahlungsfähigkeit nur selten entsprechen. Die Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, Melanie Schmergal, gibt zu bedenken, dass das neue Gesetz zwar grundsätzlich vernünftig sei, es aber vorkommen kann, dass wirtschaftlich vertretbare Kreditwünsche von Kunden nicht mehr bedient werden können. Schon wenige Wochen nach der Einführung würden sich durch das neue Gesetz schon schwerwiegende Probleme abzeichnen, so Schmergal.
Da auch eine eventuelle Wertsteigerung von Immobilien beim Festlegen der Kreditwürdigkeit nicht mehr berücksichtigt werden darf, wirkt sich die neue Regelung auch auf Immobilienbesitzer aus, welche aber keine laufenden Einkünfte vorweisen können. Wenn Banken aber in Zukunft gemeinsam mit ihren Kunden mögliche Zinsrisiken beachten und auf eine nachhaltige Tragbarkeit der Finanzierungsraten achten, könnte so trotz verschärftem Gesetz einer Kreditvergabe in der Niedrigzinsphase nach wie vor nichts im Wege stehen.

Eingestellt am Datum: 07.07.2016 || Von: Genobau Zielkauf || Kategorie: Geno-Presse-News || Artikel Abrufe:


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