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OKT

2011

Erben und Vererben sowie Hilfestellungen zu Erbschafts- und Schenkungssteuer

Bei größerem Vermögen, das durch ein Testament übertragen wird, ist beim Erbschafts- oder Schenkungsvertrag einer Zusammenarbeit von Notar und Steuerberater für jeden anzuraten. Diese Kombination der Berater ermöglicht eine steuerlich günstige Gestaltung.

Sie bekommen etwas um sonst!

Erbschaften und Vermächtnisse sind von der Erbschaftssteuer betroffen und werden sozusagen als Schenkung gesehen. Also fällt auch die sogenannte Erbschafts- oder Schenkungssteuer an. Auch die Auszahlung einer Lebensversicherung an einen Begünstigten ist grundsätzlich Steuerpflichtig. Selbst bei einem Verzicht auf einen Pflichtanteil oder eine Erbschaft, wenn etwas anderes geleistet wird, können auch hier Steuern anfallen.

Wenn das Finanzamt die Rechnung stellt...

Das Finanzamt stellt immer die Rechnung an den Steuerschuldner, in erster Linie an den Erben, den Vermächtnisnehmer oder den Beschenkten. Wichtig ist aber auch zu wissen, dass wenn der Erbe die Steuern nicht bezahlt, wendet sich das Finanzamt an den Schenker. Hat dieser einen Testamentsvollstrecker eingesetzt, so ist er der erste Ansprechpartner für das Finanzamt. Dieses sollte bei der Auszahlung des Erbes beachtet werden. Dem Testamentsvollstrecker ist daher anzuraten, den Nachlass immer erst mit Abzug der möglichen Erbschaftssteuer auszuzahlen.

Wer legt die Höhe der Erbschafts- und Schenkungssteuer fest?

Je mehr der Erbe bekommt, desto höher die Steuer, die zu zahlen ist. Das ist wohl die wichtigste Regel zur Erbschaftssteuer, doch die Höhe hängt natürlich auch von zwei wesentlichen Faktoren ab. Der erst Faktor ist immer der unentgeltliche Wert für den Empfänger. Hier ist zu empfehlen, eine Hürde einzubauen, denn was nicht umsonst ist, ist auch nicht zu versteuern! Wenn z.B. eine Immobilie vererbt wird, die noch nicht abbezahlt ist und die ?intelligenten? Verbindlichkeiten übernommen werden, so mindert das den Wert! Das gleiche gilt auch für einen eingetragenen Nißbrauch für den Beschenkten. Auch an Dritte herauszugebende Werte, sowie die Bestattungskosten verringern den Wert. Es kann daher in vielen Fällen von Vorteil sein, etwas nicht ganz umsonst, sondern mit Hürden zu bekommen.

Die zweite Faustreglung ist das Verwandtschaftsverhältnis, das der Erbe oder Beschränkte zum Schenker oder Verstorbenen hat. Ehepartner, Kinder und Enkel sind besser gestellt als Geschwister und Neffen/Nichten, sowie Freunde. Da heute in der offenen Gesellschaft eine Beziehung eher angestrebt wird als eine Ehe, ist dieses bei dem Nachlass besonders zu beachten, denn der Lebensgefährte ist auch als Alleinerbe nur vor dem Finanzamt ein Freund mit sehr geringen Freibeträgen, man könnte fast sagen ?KEINE?.

Nicht immer ist der gute Willen von Nutzen.

Die Oma möchte Ihrem Enkel einen Bauplatz schenken, da die Tochter schon ein Haus hat. Hier ist der Wille sicherlich nett gemeint, doch aus steuerlicher Sicht kann es besser sein, der Tochter den Bauplatz zu schenken und diese reicht den Bauplatz dem Sohn weiter. Hier sollte in der Gestaltung der Weitergabe über den Tellerrand hinaus geschaut werden um nicht unnötig Kosten zu produzieren. Ein Beratungsgespräch bei einem Notar ist hier im Vorfeld sehr zu empfehlen.

Mit Steuerfreibeträgen spielen

Das Verwandtschaftsverhältnis bestimmt die gestaffelten Freibeträge im Gesetz. Der Ehepartner kann 500.000 EUR, Kinder 400.000 EUR und der Enkel 200.000 EUR innerhalb von 10 Jahren steuerfrei vererbt oder geschenkt bekommen. Diese Freibeträge hören sich groß an und sollen auch bei den meisten Familienkonstellationen ausreichen. Massiv schrumpfen diese Freibeträge bei Geschwistern, Neffen/Nichten und Freunden auf einen Freibetrag von nur 20.000 EUR. Allen kinderlosen Paaren und Lebensgemeinschaften ist anzuraten, sich hier besonders frühzeitig die Nachfolge zu planen.

Eheleute setzen sich meist gegenseitig als Alleinerben ein und die Kinder werden meist erst beim Ableben des zweiten Ehegatten zum Erben eingesetzt. Eine solche Konstellation ist grundsätzlich angemessen, wenn die Rente des überlebenden Ehepartners nicht ausreicht oder er auf das Vermögen angewiesen ist. Übersteigt jedoch das Vermögen den Freibetrag des einen Ehepartners, kann es sinnvoll sein die Kinder sofort in das Testament einzubeziehen um die Freibeträge nicht ungenutzt verfallen zu lassen. Die Freibeträge stehen den Kindern für jeden Elternteil zu. Übersteigen das Erbe den Freibetrag, so wird dieser mit steigenden Prozentsätzen besteuert. Aus diesem Grund ist es manchmal sinnvoll die Zuwendungen auf mehrere Empfänger bzw. Erben zu verteilen.

Es bleibt doch in der Familie!

Ein Opa hat einen Sohn und zwei vernünftige Enkel. Seinem Sohn möchte er eine Immobilie im Wert von einer Million schenken. Wenn der Opa nur seinem Sohn diese Immobilie schenken würde, wären vom Sohn ca. 90.000 EUR Steuern an das Finanzamt zu zahlen. Wenn der Opa jedoch seinem Sohn nur knapp 48% und seinen Enkeln den Rest zu gleichen Teilen schenken würde, dann hätte das Finanzamt nur ca. 14.000 EUR zu bekommen. Durch diese einfache Reglung würden ca. 76.000 EUR gespart werden auch beim Vererben.

Wie wird die Wertermittlung des vererbten Vermögens angesetzt?

Die Geldwerte, wie z.B. Geld und Wertpapiere oder Aktien lassen sich ganz einfach ermitteln, denn hier wird der Wert/Kurs zum Todestag zugrunde gelegt. Da kann es bei einem Aktiendepot schon mal vorkommen, wenn der Kurs nach dem Todestag massiv fällt, dass die Steuer höher ausfällt wie der dann später ausbezahlte Betrag. Mit ausreichenden Vollmachten, wie z.B. Kontoberechtigungen kann dieses umgangen werden, denn der Erbe braucht nicht auf die nötigen Unterlagen(Erbschein) zu warten, bis er über das Guthaben verfügen kann.

Bei Immobilien sieht die Wertermittlung etwas komplizierter aus und richtet sich auch nach der Art der Bebauung, also nach dem aktuellen Verkehrswert. Dieser wird oft über den Gutachtensausschuss der Gemeinde oder des Landkreises ermittelt. Oft werden Ein- oder Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen unter Heranziehen der Preise mit vergleichbaren Objekten bewertet. Hier ist die Einschaltung eines guten Beraters empfehlenswert, denn ein Wertgutachten eines Sachverständigen kann oft den realen Preis zugrunde legen und helfen.

War das jetzt schon alles?

Noch mehr Überraschungen ? leider ja! Im Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht gibt es z.B. noch Rechte für Lebenspartnergemeinschaften, Landwirte, Kunstsammler sowie Vor- und Nacherben. Es kann auch Klauseln geben, in denen der Schenker vom Beschenkten nach dem Ableben des Beschenkten, eine Rückübertragung vereinbaren kann. Unter gewissen Umständen kann auch dieses Sinnvoll sein. Es ist also zu Lebzeiten Sinnvoll sich auch hier beraten zu lassen, denn die Kosten für einen Notar, Rechtsanwalt oder Steuerberater sind meist geringer, wie die Zahlungen im Nachgang an das Finanzamt.

Warum schreibe ich diesen Artikel zum Erbrecht?

Meist kommt so eine Idee, wenn im nahen Umfeld so ein Vorgang passiert. Dieses ist auch bei mir der Grund, den ich Ihnen ganz kurz schildern möchte. Ein 58 Jähriger verstirbt mit einem Immobilienvermögen von 600.000 EUR und einem Barvermögen von 50.000 EUR. Seine Lebensgefährtin (seit 15 Jahren nicht Verheiratet) steht im Testament als Alleinerbin. Jetzt denkt jeder ?Alleinerbe? bedeutet auch Sie erbt alleine. Nein macht Sie nicht, denn Ihr verstorbener Freund hat noch eine 90 jährige Mutter mit einer bösen Ex-Schwiegertochter. Er hat sein 20 Jahren kein richtigen Kontakt mehr zu seiner durchaus vermögenden Mutter und hatte das Testament nach seinem Wissen und Gewissen verfasst. Jetzt kommt es aber noch besser, denn jetzt, was wenige wussten hat die Mutter dem Sohn noch ein Darlehen in Höhe von 200.000 DM gegeben, das jederzeit zurückgefordert werden kann.

Nach dem plötzlichen Ableben des Lebensgefährten, nahm die Bekannte das Erbe an, denn Sie dachte als Alleinerbin ist Ihr Lebensabend jetzt gesichert. Da haben Sie sich aber getäuscht, denn Sie vergaß die Erbschaftssteuer, die Mutter und die Ex-Schwiegertochter. Da Sie nicht verheiratet waren, bekommt die Mutter einen Pflichtanteil und das sind für die jetzt 90ig Jährige, 50 Prozent des gesamten Erbteils. Durch die Ex-Schwiegertochter wurde die Mutter dazu motiviert das gesamte Erbe per Anwalt zu fordern.

Und das Beste ist, Sie muss sich auch jetzt noch um den schnellen Verkauf der Wohnungen kümmern, damit Sie die 90.Jährige Mutter auszahlen kann, denn die hat Ihre Ansprüche schon per Rechtsanwalt bzw. mit einer Vollstreckung geltend gemacht. Jetzt hat die Alleinerbin aus dem Testament für Ihren Lebensunterhalt in den nächsten Jahren noch 76.750 EUR zur Verfügung. Das hat wohl der Erblasser anderst gemein!

Damit Ihren Kunden so etwas nicht passiert, sollten Sie bei jeder Beratung, auch wenn es nicht das angenehmste ist, das Thema ansprechen!

Berechnung der Erbschafts- und Schenkungssteuer

Steuerreduzierte Erbschaftsreglungen sind auch über das Zielkaufkonzept mit dem GenoZinsTresor zu realisieren!

Eingestellt am Datum: 05.10.2011 || Von: Genobau Zielkauf || Kategorie: Geno-Community || Artikel Abrufe:


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