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13

SEP

2011

Das Grundbuch und die Grundbuchordnung

Das Grundbuch ist folgend aufgebaut: Es gibt immer ein Deckblatt, das den Namen des Amtsgerichtes, den Grundbuchbezirk sowie die Nummer des Deckblattes enthält. Dann gibt es ein Bestandsverzeichnis, das Angaben macht zum amtlichen Kataster, die da sind: Nutzungsart, Lage, Gemarkung, Flur, Flurstück und Größe. Weiter beinhaltet es 3 Abteilungen, die wie folgt aufgebaut sind: In Abteilung I steht der Eigentümer, in Abteilung II die Lasten und Beschränkungen und in Abteilung III die Belastungen, also auch die Geldgeber.

Abteilung I

In dieser Abteilung ist das Eigentumsverhältnis im Grundbuch geklärt. Hier wird der / oder die Eigentümer sowie die Grundlage seiner Eintragung vermerkt. Die Auflassung, Erbfolge und Zuschlags-beschluss im Versteigerungsverfahren können hier eingetragen werden.

Abteilung II

Belastungen und Beschränkungen des Grundstücks werden hier festgehalten wie z.B.:
- Dauerwohn- und Dauernutzungsrecht
- Vorkaufsrecht
- Nießbrauch
- Auflassungsvormerkung
- Reallasten
- Dienstbarkeiten
- Grunddienstbarkeiten

Abteilung III

Diese Abteilung ist für die Aufnahme von Hypotheken, Grund-schulden sowie Rentenschulden einschließlich der sich auf die Rechte beziehenden Vormerkungen, Wiedersprüche und Veränderungen eingetragen.

Schutz vor dem Zugriff Dritter im Pflegefall

In vielen Fällen sollen Immobilien als Schenkung auf andere, z.B. die nächste Generation, übertragen werden. Dabei ist zunächst zu klären, ob eine solche Übertragung in der konkreten Situation überhaupt sinnvoll ist. Manche Omas und Opas haben in der heutigen Zeit einfach Angst davor, in ein Pflegeheim zu kommen. Ein Grund für diese Angst ist, dass sie aus ihrem Einkommen die Pflegekosten nicht bezahlen können und das hart ersparte Häuschen den Kindern erhalten möchten. Auch auch diesem Grund soll manch ein Häuschenn auf die nächste Generation übertragen werden.

Doch dieses Ziel lässt sich durch eine Übertragung nicht sicher erreichen. Nach § 528 BGB (Rückforderung wegen Verarmung des Schenkers) kann der Schenker das Geschenk zurückfordern, wenn er seinen Unterhalt nicht mehr aus seinem Einkommen oder übrigen Vermögen bestreiten kann. Im Verhältnis zum Sozialhilfeträger kann diese Regelung auch nicht vertraglich ausgeschlossen werden. Die Rückforderung ist innerhalb der nächsten 10 Jahre ab Übertragung immer möglich. Im Einzelfall kann eine Übertragung dennoch sinnvoll sein, sollte aber über eine Eintragung in Abteilung II geregelt werden.

Mehr Information zum Thema ?Immobilienschutz vor dem Zugriff Dritter? erfahren Sie auf unseren Onlineschulungen. Hier der Link zu den Terminen: http://www.ziel-kauf.de/schulungen_online.html

Eingestellt am Datum: 13.09.2011 || Von: Genobau Zielkauf || Kategorie: Geno-Community || Artikel Abrufe:


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