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OKT

2016

Abrechnung der Nebenkosten - Nicht sofort bezahlen!

Bald ist es wieder soweit: Millionen von Mietern erhalten in den kommenden Tagen Post vom Vermieter oder der Hausverwaltung - und bangen zwischen der Hoffnung auf eine Erstattung und der Furcht vor einer Nachzahlung - die Nebenkostenabrechnung steht an! Wohnen ist in einigen Gegenden Deutschlands zum Luxus geworden. Sind die Kaltmieten teils exorbitant hoch, so ist die sogenannte "Warmmiete" eine ganz andere Frage, denn der Abschlag welcher für Heizung, Wasser und alle sonstigen Nebenkosten abgerechnet wird ist oft eine unkalkulierbare Größe - und diese geht leider häufig nach oben!

Sehr hohe Summen

Im Schnitt zahlen Mieter in Deutschland rein rechnerisch 2,16 Euro pro Quadratmeter monatlich. Werden alle erdenklichen Nebenkosten vom Vermieter auf den Mieter verteilt, können es auch schon mal bis zu 2,90 Euro pro Quadratmeter im Monat sein. Rechnet man das auf eine 100-Quadratmeter-Wohnung um, kann das eine Zusatzbelastung von ca. 3492 Euro jährlich ausmachen. Davon fallen gut die Hälfte auf die Heizkosten an. Zusätzlich zu den Heizkosten kann der Vermieter zudem die Grundsteuer, Kalt-, Warm- und Abwasser, die Straßenreinigung und Müllabfuhr, den Aufzug wenn vorhanden, die Hausreinigung, die Gartenpflege, die Beleuchtung, diverse Versicherungen, den Hausmeister sowie den Fernsehanschluss auf seine Mieter umlegen.
Mieter, welche Richtwerte zur Nachberechnung oder als Maßstab benötigen, können den Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds (DMB) zurate ziehen, um zu sehen, ob die jährliche Nebenkosten-Abrechnung auch korrekt berechnet wurde. Dieser wurde auf der Basis von mehr als neun Millionen Quadratmetern Mietwohnungsfläche und
ca. 35 000 Abrechnungen berechnet und gewährleistet eine repräsentative Aussage zur Durchschnittshöhe der Nebenkosten. Sollte eine Abrechnung deutlich über den Zahlen des Betriebskostenspiegels liegen, sollte diese auf jeden Fall beanstandet werden.

Viele Verstöße gegen Bestimmungen

Laut DMB ist jede zweite Nebenkostenabrechnung zu hoch - zum Beispiel, wenn der Vermieter auch Posten berechnet, welche er aus eigener Tasche zahlen müsste. Den Rahmen, was zu den Nebenkosten zählt, gibt die Betriebskostenverordnung vor. Und welche laufenden Kosten vom Vermieter abgerechnet werden dürfen muss im Mietvertrag genau geregelt sein. Einmalige Kosten für Reparaturen oder Instandhaltung sind beispielsweise grundsätzlich keine Betriebskosten. Bankgebühren, Beiträge zur Rechtsschutz- und Mietausfallversicherung oder Verwaltungskosten sind keine Betriebskosten. Im Vergleich zu marktüblichen Preisen muss der Mieter überhöhte Kosten nicht zahlen. Laut Gesetz verpflichtet sich der Vermieter nämlich dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, was jedoch nicht heißt, dass dieser gezwungen ist, immer die günstigste Variante zu wählen.

Eingestellt am Datum: 13.10.2016 || Von: Genobau Zielkauf || Kategorie: Geno-Branchen-Infos || Artikel Abrufe:


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